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Die Mlabri-Gesellschaft e.V. - Friends of the Mlabri
Verein zur interkulturellen Zusammenarbeit mit ethnischen Gemeinschaften Südostasiens |
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Die Mlabri - Überlebende der einstigen Regenwälder Südostasiens Heute noch wird diese den Mon/Khmer-Völkern zugeordnete Ethnie von der Thai-Administration Tong Lüang ("Gelbe Blätter") genannt. Sie selbst nennen sich in ihrer eigenen Sprache "Mlabri", was "Waldmenschen" bedeutet. "Geister" wollen sie auf gar keinen Fall genannt werden, fürchten sie sich doch selbst vor eben diesen. Die Mlabri galten bis vor wenigen Jahren als die letzten Urwaldnomaden Südostasiens, welche in den Bergen von Nord-Thailand und Laos ein quasi vorsteinzeitliches Wanderleben führten. Traditionell hielten die Mlabri sich stets bedeckt und mieden jeden Kontakt zu Fremden. Es ist auch jedem potentiellen Abenteurer abzuraten, sich einem ominösen Trekking-Tour-Unternehmen anzuschließen, welches einen Besuch bei den Mlabri verspricht. Die Mlabri möchten nicht Exponate eines "menschlichen Zoos" sein, in welchem sie als traurig-scheue Gestrandete in einer von industrieller Globalisierung geprägten Welt vorgeführt werden. |
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| (Foto: Michael Steinmetz) | |||||||||||||||||||||||
| Auf den Spuren Hugo A. Bernatziks
In den fünfziger Jahren war das - auch heute noch lesenswerte - Reisebuch "Die Geister der gelben Blätter" des Wiener Ethnologen, Publizisten und Fotografen Hugo A. Bernatzik (1897 - 1953) ein grandioser Erfolg. |
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Während seiner Siam-Expedition 1936-37 gelang es Bernatzik als erstem westlichen Wissenschaftler, den Kontakt zu dieser - unter jenem merkwürdigen Namen bekannten - scheuen Volksgruppe aufzunehmen. Das wurde durchaus als ethnologische Sensation gewertet. Bis dahin, quasi vor ihrer "Entdeckung", war diese ethnische Gemeinschaft Bestandteil jahrhundertealter Sagen der Thai und Lao. Von diesen wurden sie ehrfürchtig als "Phii Tong Lüang" ("Geister der gelben Blätter") bezeichnet. Man kannte nichts anderes als die flüchtig errichteten und wieder eilig verlassenen Windschirme, die einzelne Thai-/Lao-Jäger im einst dichten Dschungel in den Bergen von Naan (altes Thai/Lao- Königreich, heute eine Thai-Provinz) angetroffen hatten. Die verwelkten Bananenblätter dieser kargen "Behausungen" sowie das ängstlich jede Berührung mit anderen Menschen scheuende Wesen der Urwaldbewohner erregte die Geistern hörige Phantasie der Thai und Lao und inspirierte sie zu dieser Fremdbezeichnung. | ||||||||||||||||||||||
| (Foto: Michael Steinmetz) | |||||||||||||||||||||||
| Der Traum ist aus
Der Traum eines freien Lebens in den Wäldern ist heute für die 375 Überlebenden dieses einstigen Urwaldvolkes endgültig vorbei. Die Mlabri sind in zwei unterschiedlichen Dörfern angesiedelt. Ihnen bleibt nur die Wahl zwischen einem von westlichen, christlichen Missionaren geleiteten Dorf mit Predigt und Schule oder einem kargen Hügel, wo sie sich den Hmong (ebenfalls ein Bergvolk) als billige Arbeitskräfte verdingen müssen. In Zusammenarbeit mit Sakarin Na Naan (Ethnologe, sowie Enkel des letzten amtierenden Königs von Naan) ist es Michael Steinmetz auf einer Feldforschungsreise Anfang des Jahres 2001 gelungen, den Kontakt und ein Vertrauensverhältnis zu den Dörfern der Mlabri herzustellen. Herr von Naan (offizielles Ehrenmitglied der Mlabri-Gesellschaft) hat seine ethnologische Master-Arbeit "Das Prinzip des Teilens" - über das Sozialverhalten der Mlabri und ihren nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen - abgeschlossen. Sie wird ins Deutsche übersetzt. Ein Weg zurück in die Wälder kann diesen Menschen niemand versprechen. Die Regenwälder Nord-Thailands sind weitgehend vernichtet. Deshalb gilt es, die Mlabri in ihrer jetzigen unfreiwilligen Tristesse nicht allein zu lassen. Die Mlabri-Gesellschaft e.V. sieht ihre Aufgabe darin, Wege in bessere Lebensbedingungen für die Menschen aufzuzeigen sowie das entsprechende Engagement und die nötigen Mittel aufzubringen. Konfessionell ungebunden, wissenschaftlich fundiert. Mit Respekt gegenüber der ursprünglichen Tradition und Kultur der Malbri.. |
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| (Foto: Michael Steinmetz) | |||||||||||||||||||||||